Wie viel Strom verbraucht eine Kompressorkühlbox tatsächlich?

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Wie viel Strom verbraucht eine Kompressorkühlbox tatsächlich?

Eine Kompressorkühlbox verbraucht bei einer Außentemperatur von 25 °C durchschnittlich 30 bis 45 Wh pro Stunde. Das entspricht 0,7 bis 1,1 kWh pro Tag. Mit der Eco-Nachtfunktion sinkt der Verbrauch auf 0,5 kWh. Hierbei handelt es sich um gemessene Werte, nicht um theoretische Angaben des Herstellers.

Ob das viel oder wenig ist, hängt ganz von deiner Situation ab. Auf einem Campingplatz mit Stromanschluss merkst du davon nichts. In einem Wohnmobil mit einer 100-Ah-Batterie entscheidet dies darüber, wie lange du ohne Fahrt oder Solarpanel auskommst. Nachfolgend findest du für jede Situation eine Übersicht darüber, was du erwarten kannst, zusammen mit Testwerten der HyCooler-serie.

Die Wattzahl ist auf der Verpackung angegeben. Der Verbrauch nicht.

Auf der Verpackung ist eine maximale Leistung von beispielsweise 45 W oder 60 W angegeben. Das ist der Spitzenwert: die Leistung, die die Kühlbox aufnimmt, wenn sie bei hohen Außentemperaturen von Raumtemperatur aus kühlen muss. In der Praxis läuft eine gute Kühlbox selten mit voller Leistung.

Eine Kühlbox mit festem Kompressor arbeitet in Schüben: ein, stark kühlen, aus. Und so weiter. Das ist energieineffizient, vor allem bei schwankenden Temperaturen. Der HyCooler nutzt einen VarioSpeed-Kompressor, der seine Drehzahl kontinuierlich an die gewünschte Temperatur und die Außenbedingungen anpasst. Sobald die Zieltemperatur erreicht ist, läuft der Kompressor ruhig mit niedriger Drehzahl weiter, anstatt sich vollständig abzuschalten.

Deshalb betrachten wir nicht die maximale Leistung, sondern die Wh pro Stunde: den durchschnittlichen Energieverbrauch über einen ganzen Tag. Diese Zahl gibt tatsächlich Auskunft darüber, wie lange der Akku durchhält.

Stromverbrauch nach Anwendungsfall

Auf dem Campingplatz mit Netzstrom (230 V)

Bei 230 V und einer Außentemperatur von 25 °C verbraucht der HyCooler Pro 40 durchschnittlich 35 bis 45 Wh pro Stunde, das entspricht etwa 1 kWh pro Tag. Ein durchschnittlicher Campingplatz liefert 4 bis 16 Ampere; eine Kühlbox mit einem Verbrauch von 1 kWh pro Tag stellt dabei kein Problem dar. Selbst zwei Kühlboxen können gleichzeitig problemlos angeschlossen werden.

Im Auto mit 12 V

Der HyCooler Go 18 verbraucht bei 12 V und einer Außentemperatur von 30 °C durchschnittlich 28 bis 35 Wh pro Stunde. Mit einer Standard-Autobatterie von 60 Ah (Nutzkapazität ±45 Ah = ±540 Wh) hältst du damit theoretisch etwa 15 bis 20 Stunden durch, ohne zu fahren. Die integrierte Batteriesicherung greift früher ein, standardmäßig bei 11,6 V, sodass Ihre Starterbatterie immer genügend Spannung behält.

Fährst du jeden Tag eine Stunde oder länger? Dann lädst du die Batterie ausreichend auf, um die Nacht problemlos durchzukühlen.

Netzunabhängig mit einem Powerpack

Mit dem HyCooler Powerpack (173 Wh) kannst du ganz ohne Fahrzeug oder Steckdose kühlen. Wenn du die Eco-Nachtfunktion aktivierst, bei der der VarioSpeed-Kompressor mit niedrigerer Drehzahl läuft und das Display gedimmt wird, sinkt der Verbrauch um durchschnittlich 35 %. Statt 42 Wh verbrauchen Sie nur noch 27 Wh pro Stunde. Damit erreichen Sie folgende Reichweite:

Auf Sonnenkollektoren

Das 100-W-HyCooler-Solarmodul lädt das Powerpack auf. Das Powerpack versorgt dann die Kühlbox mit Strom. Du schließt das Solarmodul also niemals direkt an die Kühlbox an; das Powerpack ist das Bindeglied dazwischen.

An einem sonnigen Sommertag liefert ein 100-W-Panel durchschnittlich 300 bis 400 Wh. Das reicht aus, um das Powerpack tagsüber vollständig aufzuladen, während die Kühlbox läuft. An einem bewölkten Tag (50 bis 60 W Leistung) ist die Erzeugung geringer, aber mit aktiviertem Eco-Modus lässt sich das Powerpack problemlos aufladen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kühlbox selbst nicht in direktem Sonnenlicht steht: Die Außentemperatur rund um das Gerät hat einen größeren Einfluss auf den Verbrauch als die Stromzufuhr.

Hyckes empfiehlt ausschließlich das eigene Solarmodul. Es ist hinsichtlich Spannung, Anschluss und Ladeverhalten speziell auf das Powerpack abgestimmt. Ein handelsübliches Modul kann zwar funktionieren, bietet jedoch keine Garantie für korrektes Laden oder eine optimale Reichweite.

Verbrauch nach Modell

HyCooler Pro 75 Dual Zone

Modell Fassungsvermögen Verbrauch (Normalbetrieb) Verbrauch (Eco-Modus) Reichweite des Powerpacks
HyCooler Go 18 18 Liter 28–35 Wh/Stunde 18–23 Wh/Stunde 24–30 Stunden
HyCooler Pro 40 40 Liter 35–45 Wh/Stunde 22–30 Wh/Stunde 18–24 Stunden
HyCooler Pro 50 50 Liter 35–45 Wh/Stunde 22–30 Wh/Stunde 18–24 Stunden
75 Liter 50–65 Wh/Stunde 32–42 Wh/Stunde 14–20 Stunden

Gemessen bei einer voll beladenen Kühlbox, eingestellt auf 5 °C, Außentemperatur 25 °C. Eco-Modus: VarioSpeed auf niedriger Drehzahl, Display gedimmt.

Eco-Modus: 35 % Energieeinsparung in der Praxis

Jeder HyCooler verfügt über eine Eco-Nachtfunktion. Wenn du diese aktivierst, drosselt der VarioSpeed-Kompressor seine Drehzahl und das Display wird automatisch gedimmt. Das Ergebnis: durchschnittlich 35 % weniger Stromverbrauch. Auf einen Tag gerechnet bedeutet das einen Unterschied zwischen 1,0 kWh und 0,6 kWh. Bei drei Nächten im Off-Grid-Betrieb entspricht das einer zusätzlichen vollen Batterieladung.

Der Eco-Modus ist keine Notlösung. Die Kühlbox hält einfach ihre Solltemperatur. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Kompressor etwas langsamer auf Temperaturschwankungen reagiert. Bei normalem Gebrauch merkt man davon nichts.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kWh verbraucht eine Kompressorkühlbox pro Tag?

Eine Kompressorkühlbox verbraucht bei einer Außentemperatur von 25 °C durchschnittlich 0,7 bis 1,1 kWh pro Tag. Bei aktivierter Eco-Nachtfunktion sinkt dieser Wert auf 0,5 bis 0,7 kWh. Der genaue Wert hängt vom Modell, der eingestellten Temperatur und der Außentemperatur ab.

Wie lange hält eine Batterie bei einer 12-V-Kühlbox?

Mit einer handelsüblichen 60-Ah-Autobatterie kannst du 15 bis 20 Stunden lang kühlen, ohne zu fahren, je nach Modell und Außentemperatur. Das HyCooler Powerpack (173 Wh) wurde speziell für diesen Zweck entwickelt und bietet je nach Modell eine Betriebsdauer von 18 bis 30 Stunden.

Ist eine Kompressorkühlbox sparsamer als eine Absorptionskühlbox?

Ja. Eine Kompressorkühlbox verbraucht in der Regel nur halb so viel Energie wie ein Absorptionsmodell. Dieser Unterschied wird umso größer, je wärmer es draußen wird. Bei 35 °C arbeitet eine Absorptionskühlbox deutlich weniger effizient; eine Kompressorkühlbox mit VarioSpeed-Technologie hingegen liefert eine konstante Leistung.

Kann ich eine Kühlbox an ein Solarpanel anschließen?

Nicht direkt. Ein Solarmodul arbeitet immer über das HyCooler Powerpack: Das Modul lädt das Powerpack auf, das Powerpack versorgt die Kühlbox mit Strom. An einem sonnigen Tag reicht ein 100-W-HyCooler-Solarpanel aus, um das Powerpack tagsüber aufzuladen, während die Kühlbox läuft. Hyckes empfiehlt ausschließlich das eigene Solarpanel, da dieses speziell auf das Powerpack abgestimmt ist.

Was ist der Eco-Modus bei einem HyCooler?

Die Eco-Nachtfunktion begrenzt die Drehzahl des VarioSpeed-Kompressors und dimmt das Display. Dies führt zu einer durchschnittlichen Energieeinsparung von 35 %, ohne dass sich die Kühltemperatur merklich verändert. Die Funktion lässt sich über das Display oder über die HyCooler-App auf deinem Smartphone einstellen.


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